Bongossi
Holzmuster
Bongossi Botanische Bezeichnung: Lophira alata (syn.: L. procera) Familie Ochnaceae Verbreitung: Tropisches Westafrika, Guineaküste Weitere wichtige Handelsnamen: Azobé (Elfenbeinküste), ekki (Nigeria) Stammform: Große Bäume bis 45m Höhe, mit Durchmessern von bis zu 120cm; astfreie Längen von 15--20m. Farbe und Struktur des Holzes: Kernholz im frischen Zustand hell bis rotbraun mit leicht violetter Tönung,, nicht immer deutlich abgesetzt vom schmalen, hell rotbraunen Splint und dem etwas dunkleren Vorkern. Zuwachszonengrenzen undeutlich; Faserverlauf meist wechseldrehwüchsig; trockenes Holz ohne charakteristischen Geruch. Gesamtcharakter: Farblich wie strukturell überwiegend homogenes Holz von grober Textur und sehr hoher Dichte; auf Längsflächen durch helle Porenrillen (weiße Inhalte) und schwache Fladern bzw. Linien (helle Parenchymbänder) gezeichnet.
Bearbeitbarkeit: Bongossi ist ein sehr schweres und hartes Holz mit entsprechenden Festigkeitseigenschaften, die in etwa im Bereich von Massaranduba, Greenheart und ähnlich schweren Hölzern liegen. Die Bearbeitung mit Hand- und Maschinenwerkzeugen ist wegen der großen Härte und des ausgeprägen Wechseldrehwuchses deutlich erschwert. Trocknung: Holz mit hohen Quell- und Schwindwerten, noch befriedigendes Stehvermögen, träge in der Feuchteaufnahme und -abgabe. Das Holz trocknet sehr langsam und neigt zu Verziehen und Rissbildung. Natürliche Dauerhaftigkeit: Die Resistenz gegen holzverfärbende und holzzerstörende Pilze und Insekten ist in der Vorkernzone befriedigend, im Kern sehr gut bis gut (entspricht Dauerhaftigkeitsklasse 3 bzw. 1-2 nach DIN EN 350-2); mäßig widerstandsfähig gegen Schädlinge im Meerwasser (Klasse M nach DIN EN 350-2); säureresistent. Verwendung: Als Konstruktionsholz für starke Beanspruchungen im Außenbau, an das keine hohen Ansprüche bezüglich Maßhaltigkeit gestellt werden, z.B. im Hafenbau, für Brücken, Schwimmstege, Wasserbau (Meer- und Brackwasser), Kühlturmbau, Kläranlagen, Lärm- und Sichtschutzwände, Zaunanlagen; gut geeignet als Werkholz für schwere Geräte mit hoher Druck- oder Biegebeanspruchung sowie für Fußböden in Industrieanlagen. Austausch: Geeignet im Austausch für andere Außenbauhölzer ähnlicher Rohdichte und Dauerhaftigkeit wie z.B. Massaranduba, Balau/Bangkirai, Greenheart, Okan, Mukulungu, Moabi, u.a.. Literatur: Anonymos (1939): Holzeigenschaftstafel Bongossi. Holz als Roh- und Werkstoff 1,1:45-46. C.T.F.T (1954): Monographie de Azobé (Lophira procera A. Chev.), 79 pp. C.T.F.T (1976): Azobé. Revue Bois et Forêts No. 170:35-50. Gottwald, H. (1958): Handelshölzer. F. Holzmann Verlag, Hamburg Schwab, E. (1990): Die Härte von Laubhölzern. Holz als Roh- und Werkstoff 48: 47-51. Heilig, P.M. (1981): Hout Vademecum. Kluwer Technische Boeken, Antwerpen. |
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